Am Samtag war es soweit, unsere extra für ein Speedrun ausgelegte Gruppe betrat die Instanz Karazhan.

Speedrun deswegen, weil wir (meine Gilde) versuchen wollten so schnell wie nur irgend möglich die Instanz clear zu bekommen. Keine langen Trink, Loot oder andere Arten von Pausen. Pause sollte es nur geben wenn es der Raidleiter ansagt.

Die Gruppenaufstellung war wie folgt:

  • Bastian (Schutz-Paladin)
  • Rhuna (Holy-Paladina)
  • Nimbert (Holy-Paladin)
  • Chobit (Feuer-Magierin)
  • Loneman (Priester; für diesen Raid als Fern-DD und Aushilfsheiler)
  • Whiteenergy (Elementar-Schamane)
  • Sharhukmar (Elementar-Schamane)
  • Silvershadow (Schurke)
  • Drizzydor (Katzen-Druide)
  • Shâdowbeast (Hexenmeister)

Ich möchte hier garnicht auf jeden Bosskampf eingehen, sondern lediglich meine Highlights hervorheben. Ich gehe mal davon aus, dass mittlerweile jeder Leser meines Blog zumindest schon einmal in Karazhan war bzw. die einzelnen Bosse auch persönlich schon kennen gelernt hat 😉

Beim ersten Boss (Attumen) durfte Gregory, mein Jäger-Twink, anstelle von Nimbert mit. Ich hatte mir Hoffnungen auf den Bauplan für das Zeilfernrohr gemacht und evtl. noch auf eine nette Armschiene für meinen Jäger. Leider war das Jägerglück an diesem Abend nicht mit in Karazhan…

Noch während der Verteilgung von Attumens Schätzen (Loot) loggte ich wieder um auf Nimbert. Ganz nebenbei gesagt ist es schon ein cooles Gefühl, dass meine beiden Charakter fähig sind bei einer ID nach Karazhan zu gehen.

Mit Nimbert machte ich mich auf Richtung Moroes, wir wollten den ollen Diener von Medivh mal ein wenig Abwechslung gönnen 😉 Der Kampf dauert nicht wirklich lange, ich blieb diesmal sogar vom Manabrand verschont. Ich brauchte auch nur einmal den Segen des Schutzes auf unsere Magierin wirken (wegen Erdrosseln).

Nächstes Ziel war die tugendhafte Maid, kaum hatten wir ihre Halle betreten wurden noch kurz Gesundheitssteine verteilt und los ging es. Auch dieser Kampf war recht kurz und siegreich. dank dem Segen der Opferung auf dem Tank ist die Buße auch kein Thema mehr.

Da jeder von uns schon Karten fürs Theater reserviert hatte, haben wir uns noch fix das Stück „Der grosse böse Wolf“ angeguckt. Glücklicherweise dropte der Wolf keine Hunteritems, sprich das Gewehr 😉 . Als Rotkäppchen verkleidet vor dem Wolf davon zu laufen ist nicht mein Ding, bisher hat er mich immer auf der Hälfte der Strecke erwischt, diesmal auch…

Nach der Vorstellung war der Weg frei zum Kurator. Auf den Weg dorthin looteten wir noch die sogenannte GoldMobs, dass sind die Trashmobs direkt hinter dem Theatherbereich. Diese Mobs dropen zum Teil jeweils ca. 10-12 Goldstücke. Die wollte wir auf keinen Fall auslassen.

Der Kurator ging auch relativ einfach. Ich war für die Heilung des Maintanks zuständig, was Dank der guten Ausrüstung von Bastian doch ein eher ruhiger Job ist. Rhuna unser neues Gildenmitglied und Holy-Paladina durfte den restlichen Raid heilen, schöner Test für einen jungen Drachen 😉 Loneman unseren Priester möchte ich an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen, obwohl er für diesen Raid als Fern-DD dabei war, hat er bei den Bosskämpfen immer mal wieder mit ein wenig Heilzauber ausgeholfen.

Nach dem Kurator hatten wir die erste und einzige Pause gamacht. 10 Minuten!

Bei Aran hat unser Tank (Bastian) seine Heiler-Klamotten angezogen und hat sich als Holy-Paladin versucht. Das geht auch nur bei diesem Boss, da Aran nicht getankt werden kann. Ansonsten war auch dieser Kampf recht locker. Voraussetzung für einen erfolgreichen Kampf gegen den Schemen ist, dass sich jeder an die Spielregeln hält: Vor der arkanen Explosion schnell zur Wand laufen, im Flammenkranz nicht bewegen und nicht im Blizzard stehen bleiben. Wenn man das alles befolgt, dann hat man den Loot sicher. So auch am Samstag Abend.

Also weiter zu Siechhuf. Hier war es gut, dass wir drei Paladine dabei hatten. Die Holy-Paladine konnte sich bei diesem Kampf, dank dem Gottesschild ziemlich schnell aus der Opferung befreien, sodass konstant weiter Schaden auf dem Boss gemacht werden konnte. Das hatte wiederum zur Folge, dass auch dieser Boss schnell mit dem Boden Bekanntschaft machen konnte.

Nächstes Ziel war Nethergroll. Der einzige problematische Kampf am ganzen Abend. Aber auch nur deshalb, weil noch nicht alle Raidteilnehmer diesen Boss bisher regelmäßig besucht hatten. Ich zum Beispiel hatte diesen Boss erst einmal als Paladin und zweimal als Jäger gesehen. Keine meiner drei Besuch war von Erfolg gekrönt gewesen. Somit brauchte wir auch drei Versuche um Nethergroll auf die Bretter (Steinfussboden^^) zu schicken. Der erste Versuch war ein wenig hektisch und auch relativ kurz. Mir als Heiler war zwar klar, dass ich den grünen Strahl unterbrechen musste, aber ich stand dabei zuweit vom Rest des Raids entwerft, sodass meine Heilung kein Ziel fand. Der zweite Versuch lief schon besser, aber leider starben zu Beginn des Kampfes zuviele DDs, dadurch dauerte der Kampf zu lange bzw. Nethergroll konnte sich in die Enrage-Phase retten. Der dritte Versuch verlief fast vorbildlich und meinem ersten Erfolg über Nethergroll stand nix im Wege.

Der Kampf gestaltete sich für mich wie folgt:
In der ersten Phase blockierte ich den grünen Strahl möglichst dicht an Nethergroll, somit konnte sich der Drache nicht heilen und ich war nah genug beim Rest des Raids um diesen zu heilen. Teileweise crittete mein heiliges Licht, durch den grünen Strahl, bis zu 14.000 Punkte! In der zweiten Phase übernahm Rhuna den grünen Strahl und ich stellte mich genau gegenüber von Rhuna in Mitten der anderen Raidmitglieder. Dadurch hatte ich jeden innerhalb meiner Heilreichweite, insbesondere unseren Hexenmeister und unsere Magierin.
Bei der dritten Phase war ich wieder für den grünen Strahl zuständig.
Mehr brauchte wir auch nicht damit Nethergroll seinen Loot frei gab.

Nach dem Drachen gönnten wir uns eine Partie Schacht mit dem Schemen von Medivh, hier ging der König der Horde auch ziemlich schnell Schach-Matt. Persönlich meine schnellste Partie in Karazhan.

Nun galt es den Turm zu erglimmen, um sich Prinz Melchezzar zum Kampf zu stellen. Keine Ahnung, ob der Prinz von unserem frühen Erscheinen überrascht war oder nicht, jedenfalls stellte er sich nicht lange dem Tier4-Loot in den Weg. Heilung als auch Damage waren kein Problem, da unser Tank mächtig viel Aggro aufbauen konnte.

Letztes Ziel an diesem Abend war der Schrecken der Nacht, obwohl er nicht wirklich ein Schrecken für uns war. Wichtig bei diesem Boss ist lediglich, dass man dem Tank Zeit gibt, damit er in den Landephasen genügend Aggro aufbauen kann. Ansonsten ist dieser Kampf nicht wirklich schwer. Sobald die Erde brennt, rauslaufen und in der Flugphase alle dicht beisammen stehen damit man die Skelette mit Flächenzauber möglichst schnell bekämpfen kann.

Nach ziemlich genau 4 Stunden und 14 Minuten war die Instanz clear. Den Kellerbereich zähle ich in der Zeitnahme bewusst nicht mit, da dieser weder eine Herausforderung ist bzw. der Loot vom Kellerboss nicht wirklich nennenswert ist. Nach dem Sieg über Nethergroll haben sich einige vom Raid jedoch trotzdem bereiterklärt auch diesen Bereich vom Turm zu säubern.

Somit ist es den Drachen des Lichts (meiner Gilde *stolz*) das erstemal in der Gildengeschichte gelungen an einem Abend die Instanz komplett zu erledigen!

Hmmm, jetzt habe ich doch zu jeden Bosskampf was geschrieben… 😉

Leider habe ich der Hitze des Gefechts vergessen Fotos zu machen, aber ich werde das bei Gelegenheit mal nachholen. Hier wäre ein Tool recht praktisch, dass mich nach dem Bosskampf daraun erinnert auch ein Screenshot zu machen…